© Marko Laske
Ein Baudenkmal im Cottbuser Norden
Die Sielower
Mühle
Der Mühlturm in Sielow: wo Tradition auf Zukunft trifft und Geschichte lebendig wird. ein steinerner Zeuge vergangener Epochen, ein Symbol für Handwerkskunst und technischen Fortschritt. Der Mühlturm von Sielow erzählt eine Geschichte von Innovation, Niedergang und Wiedergeburt.
Begonnen hat alles mit Müllermeister Schrebler, der 1845 den Bau einer „holländischen Windmühle mit zwei Mahlgängen“ ankündigte. Was folgte, war eine beeindruckende Reise durch die Mühlentechnologie des 19. und 20. Jahrhunderts:
- 1845-1900: Die Zeit der Windflügel – wenn der Wind die mächtigen Segel antrieb, erzeugte die Mühle etwa 5 PS an Leistung
- Um 1900: Die erste Revolution – ein Sauggasmotor ersetzte die Windkraft und machte die Mühle unabhängig von den Launen des Wetters
- 1937: Der große Sprung – mit der Elektrifizierung erhielt die Mühle einen 50 PS starken Elektromotor, zehnmal stärker als der Windantrieb
Die 1970er Jahre brachten das Ende des kommerziellen Betriebs. Der letzte Müller Wilhelm Peschang nutzte die Anlage nur noch sporadisch. Was folgte, waren Jahrzehnte des Verfalls – Regen drang ein, Balken faulten, Bäume wuchsen aus Dach und Mauerwerk.
Erst 2002 begann ein neues Kapitel, als die Stadt Cottbus und die Denkmalschutzbehörden einem Gesamtkonzept zur Rettung zustimmten. Der eigens gegründete Verein „GeschichtsWerkstatt Sielower Mühle e.V.“ machte sich mit Engagement, Fördermitteln und ehrenamtlicher Hilfe daran, das Kulturdenkmal zu retten.
Der GeschichtsWerkstatt Sielower Mühle e.V. wurde 2002 gegründet, um die Sielower Mühle vor dem Verfall zu retten. Durch engagierte ehrenamtliche Arbeit und die Unterstützung von Fördermitteln konnte der Verein maßgeblich zur Restaurierung und Instandhaltung des historischen Bauwerks beitragen.
Das Ziel des Vereins ist es, die Mühle als kulturelles Erbe zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir organisieren Veranstaltungen und Führungen, um die Geschichte des Mühlenwesens lebendig zu halten und das Interesse daran zu fördern.